24.02.2026 - 02:16
Barfuss im Herzen, frei im Geist
Barfuß im Herzen, frei im Geist.
Liebe Mama,
in diesen Tagen bin ich vielen Menschen begegnet.
Sie sind auf mich zugekommen – mit leuchtenden Augen, mit Tränen, mit Geschichten.
Und immer wieder habe ich gespürt, wie viel du ihnen bedeutet hast.
Wie sehr sie dich geliebt haben.
Wie viel Lebensfreude du in ihr Leben gebracht hast.
Du warst keine Frau für den grauen Alltag.
Du warst Wind, Sonne und Salz auf der Haut.
Du hast Lebendigkeit gebracht, Lockerheit, dieses unverwechselbare Beach-Feeling – vor allem durch das Windsurfen.
Du hast Menschen aufs Wasser geführt, in die Freiheit, in ihren eigenen Mut.
Du hast nicht nur Windsurfen unterrichtet – du hast Lebensgefühl vermittelt.
Am Kulm warst du Herz und Seele des Hauses.
Deine Gastfreundschaft war nicht gespielt, sie war echt.
Mit welcher Freude du Gäste empfangen hast.
Mit welcher Selbstverständlichkeit du bewirtet hast.
Wie du Menschen eingeladen hast, Teil deines Gartens zu sein – deiner Rosen, deiner Blumen, deiner Farben.
Dein Zuhause war offen. Dein Herz war es noch mehr.
Liebe Mama, du warst nicht einfach besonders.
Du warst einzigartig.
Danke für alles, was du mir ermöglicht hast.
Danke für die Freiheit, die du mir geschenkt hast.
Für dein Vertrauen.
Für dein großzügiges Wegschauen, wenn ich meinen eigenen Weg gesucht habe.
Für die Spiritualität, die wir geteilt haben – nicht laut, nicht dogmatisch, sondern still, getragen von Gefühl und Bewusstsein.
Danke für die Nächte am Kulm unter dem Sternenhimmel.
Für die Regentropfen auf der Haut.
Für die Stunden in der Surfschule am Stubenbergsee.
Für die Zeit in Orebić, für das Meer, für den Wind.
Meine Kindheit war kein Zufall.
Sie war ein Geschenk.
Ein Geschenk, weil du meine Mutter warst.
Einzigartig warst du.
Einzigartig war unser gemeinsames Leben.
Und einzigartig bleibt die Spur, die du hinterlässt.
Von Herzen danke!
Dein dich liebender Sohn
Wolfgang